Versand ab DE-Lager – zollfrei, in 1–2 WerktagenGratis Versand ab EUR 50.–Einfache RetourenSupport 7 Tage die Woche
0
0
Tragen & Unterwegs

Babytrage ab wann? Neugeborene sicher tragen

Ab Geburt, wenn die Trage passt: So trägst du dein Neugeborenes in der M-Position und mit freien Atemwegen. Mit TICKS-Checkliste zum Abhaken.

Von der LIINI RedaktionAktualisiert am 9 Min. Lesezeit13 Quellen

Mutter trägt ihr Baby in der LIINI Babytrage hellgrau
Inhalt

Kurz gesagt

Du kannst dein Baby ab Geburt tragen, wenn die Babytrage für sein Gewicht zugelassen ist und sich klein genug einstellen lässt. Wichtig sind drei Dinge: Die Beine bilden ein M, Kopf und Nacken sind gestützt, und Mund und Nase bleiben frei. Das prüfst du bei jedem Anlegen mit der TICKS-Regel. In den ersten Monaten schaut dein Baby zu dir, nicht nach vorne. Kam dein Baby zu früh, ist es sehr leicht oder hat es Atemprobleme, fragst du vorher deine Kinderärztin.

Babytrage ab wann? Viele Eltern stellen sich diese Frage schon vor der Geburt. Die gute Nachricht: Ein Neugeborenes tragen geht von Anfang an, wenn Trage und Haltung stimmen. Hier liest du, worauf es bei einer Babytrage für Neugeborene ankommt, wie du die Atemwege freihältst und was nach einem Kaiserschnitt gilt.

Babytrage ab wann? Ab Geburt, wenn die Trage passt

Ab wann tragen möglich ist, hängt weniger vom Alter ab als von der Trage: Eine Babytrage ab Geburt muss zum Gewicht deines Babys passen. Jede Trage hat dazu eine Angabe des Herstellers. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät, in der Gebrauchsanweisung nachzulesen, für welches Gewicht die Tragehilfe geeignet ist. Tragen ohne verstellbaren Steg oder Neugeboreneneinsatz sollen laut BVKJ erst für Kinder genutzt werden, die allein sitzen können.

Die LIINI® Babytrage ist laut Hersteller ab Geburt geeignet, von 3.5 kg bis maximal 15 kg, das sind etwa 2.5 Jahre. Bei Neugeborenen unter 4 kg rollst du den Tragegurt zweimal ein. Die Kopfstütze ist verstellbar. Laut LIINI erfüllt die Trage die Normen EN 71-3 und EN 13209-2:2005. EN 13209-2 ist die europäische Sicherheitsnorm für weiche Babytragen.

Darauf achtest du bei einer Babytrage für Neugeborene, etwa wenn du sie für die Erstausstattung auswählst:

KriteriumDarauf achtest du
GewichtDein Baby wiegt mindestens so viel, wie der Hersteller angibt.
StegLässt sich schmal stellen und reicht von Kniekehle zu Kniekehle.
RückenteilStützt den Rücken bis zum Nacken, ohne ihn gerade zu drücken.
KopfstützeHält den Kopf, das Gesicht bleibt frei.
NormEN 13209-2 für weiche Babytragen
AnpassungPasst auch der zweiten Person, die trägt.

Achtung

Babys unter vier Monaten, Frühgeborene, Babys mit tiefem Geburtsgewicht und kranke Babys haben in Tragen und Tüchern ein höheres Erstickungsrisiko. Das schreibt das australische Raising Children Network. Die amerikanische Kinderärzte-Vereinigung AAP rät, Frühgeborene und Babys mit Atemproblemen nicht in aufrechte Tragehilfen zu setzen. Frag in diesen Fällen vor dem ersten Tragen deine Kinderärztin oder deine Hebamme.

Die M-Position: So sitzt dein Neugeborenes richtig

Fachleute sprechen von der Anhock-Spreiz-Haltung, im Alltag heisst sie M-Position. Dein Baby sitzt Bauch an Bauch vor dir. Die Beine sind angewinkelt und leicht gespreizt. Von hinten gesehen bilden Knie und Po ein M.

Die M-Position in der Babytrage: von vorne bilden die Beine ein M, von der Seite ist der Rücken leicht gerundet und die Knie sind höher als der PoDie M-PositionSo sitzt dein Baby gesund in der TrageVon vorne: Die Beine bilden ein MKnie etwashöher alsder PoStoff vonKniekehlezu KniekehleVon der Seite: Bauch an BauchKopf gestützt,Gesicht freiRücken leichtgerundetKnie höherals der PoVermeiden: gestreckt hängende Beineund ein Kinn, das auf der Brust liegt
  • Knie höher als der Po: Die Knie liegen etwas höher als das Gesäss. Laut der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sind sie etwa auf Höhe des Bauchnabels angewinkelt.
  • Oberschenkel gestützt: Der Stoff reicht von Kniekehle zu Kniekehle. So sind die Oberschenkel bis zum Knie getragen, wie es das International Hip Dysplasia Institute beschreibt.
  • Rücken leicht gerundet: Rumpf und Kopf brauchen Unterstützung, damit die Wirbelsäule in einer leichten Beugehaltung bleibt (BVKJ). Drück den Rücken nicht gerade.
  • Kopf gestützt, Gesicht frei: Bei Neugeborenen hält die Kopfstütze Kopf und Nacken. Die LIINI-Anleitung sagt klar: Der Kopf muss jederzeit frei und beweglich sein. Nase und Mund dürfen nie flach zu deinem Körper zeigen.

Warum das wichtig ist: In der Anhock-Spreiz-Haltung haben die Hüftköpfe guten Kontakt zur Hüftpfanne. Sind die Oberschenkel gestreckt, wird die Pfanne laut DGOU an ihrer empfindlichsten Stelle belastet.

Tipp

Setz den Po tief in die Trage und kipp das Becken deines Babys sanft zu dir. Dann rundet sich der Rücken fast von selbst, und die Knie wandern nach oben.

Atemwege frei: die TICKS-Regel zum Abhaken

Das grösste Risiko beim Tragen ist eine behinderte Atmung. Laut der britischen Lullaby Trust passiert das, wenn das Kinn auf der Brust liegt oder Mund und Nase von Haut oder Kleidung bedeckt sind. Eine einfache Merkhilfe ist die TICKS-Regel der britischen Tragehilfe-Hersteller und -Händler, die auch die Lullaby Trust empfiehlt.

Die TICKS-Regel: fünf Checks beim Tragen – straff, im Blick, nah genug zum Küssen, Kinn frei, Rücken gestütztDie TICKS-RegelFünf Checks bei jedem AnlegenTTight – straffDie Trage sitzt eng an dir,dein Baby sackt nicht ab.IIn view – im BlickEin Blick nach unten genügt,und du siehst sein Gesicht.CClose enough to kiss – nah genugNeigst du den Kopf, kannst dusein Köpfchen küssen.KKeep chin off chest – Kinn freiDas Kinn liegt nicht auf der Brust,Mund und Nase bleiben frei.SSupported back – Rücken gestütztBauch und Brust liegen an dir,der Rücken ist sanft gehalten.

Geh die fünf Punkte bei jedem Anlegen durch:

  • T – Tight (straff): Die Trage sitzt eng an dir. Dein Baby sackt nicht in sich zusammen.
  • I – In view (im Blick): Du siehst sein Gesicht, wenn du einfach nach unten schaust.
  • C – Close enough to kiss (nah genug zum Küssen): Neigst du den Kopf, kannst du seinen Scheitel küssen.
  • K – Keep chin off chest (Kinn weg von der Brust): Das Kinn liegt nicht auf der Brust. Mund und Nase sind frei.
  • S – Supported back (Rücken gestützt): Bauch und Brust liegen an dir an, der Rücken wird in seiner natürlichen Form gehalten.

Achtung

Stillen oder Schoppen geben in der Trage, während du herumläufst und anderes erledigst, ist laut Lullaby Trust nicht sicher, besonders bei Babys unter vier Monaten. Nimm dein Baby zum Trinken heraus. Hat es doch in der Trage getrunken, bring es danach wieder in die aufrechte Position mit freiem Gesicht.

Musst du etwas aufheben, geh in die Knie, statt dich vorzubeugen (AAP). Und achte auf die Wärme: Babys regulieren ihre Körpertemperatur noch nicht gut, und deine Körperwärme kommt dazu (BVKJ). Zieh dein Baby in der Trage deshalb eher leichter an.

Neugeborenes in die Babytrage setzen: Schritt für Schritt

Die genaue Reihenfolge steht in der Anleitung deiner Trage. So läuft es bei den meisten Babytragen mit Schnallen ab:

  1. Trage einstellen Stell Steg und Rückenteil vor dem ersten Mal auf die Grösse deines Babys ein. Bei der LIINI® Babytrage rollst du den Tragegurt bei Babys unter 4 kg zweimal ein.
  2. Hüftgurt schliessen Leg den Hüftgurt eher hoch an, etwa auf Taillenhöhe. So sitzt dein Baby später nah genug zum Küssen.
  3. Baby hochnehmen Halte dein Baby aufrecht an deiner Brust, Bauch an Bauch. Eine Hand stützt Kopf und Nacken.
  4. Beine ins M bringen Setz den Po tief in den Stoff. Die Knie liegen höher als der Po, der Steg reicht von Kniekehle zu Kniekehle.
  5. Rückenteil und Träger anlegen Zieh das Rückenteil hoch und schliess die Träger. Eine Hand bleibt dabei immer an deinem Baby.
  6. Kopfstütze einstellen Die Kopfstütze hält Kopf und Nacken. Das Gesicht bleibt frei und ist leicht zur Seite gedreht.
  7. Festziehen und prüfen Zieh alle Gurte gleichmässig straff und geh die TICKS-Checkliste durch.

Tipp

Üb die ersten Male, wenn dein Baby satt und zufrieden ist, am besten zu zweit vor einem Spiegel.

Am Anfang unsicher zu sein, ist ganz normal. Hast du eine LIINI® Babytrage, prüfen unsere Fachleute deinen Sitz im kostenlosen Tragecheck. Du schickst deine Bestellnummer und drei Fotos: von vorne und von der Seite bis zur Hüfte und von hinten mit zusammengebundenen Haaren. Tragekurse bieten auch Trageberaterinnen an und in manchen Kantonen die Mütter- und Väterberatung, etwa im Kanton Bern.

Wie lange am Stück, und ab wann nach vorne?

Wie lange du dein Neugeborenes tragen kannst

Eine feste Höchstdauer nennen die Fachstellen nicht. Die Hebamme Martina Höfel schreibt, dass es für ein korrekt gebundenes Tragetuch keine Begrenzung gibt. Bei Tragehilfen komme es darauf an, wie das Kind darin sitzt. Bei Neugeborenen unterbrechen Stillen oder Schoppen und Wickeln das Tragen ohnehin regelmässig.

Achte unterwegs auf dein Baby und auf dich:

  • Rutscht dein Baby in sich zusammen oder sitzt es schief, stell die Trage neu ein.
  • Schwitzt es stark, ist es unruhig oder weint es, nimm es heraus.
  • Schläft es ein, prüfst du Kinn und Gesicht besonders oft.

Nach vorne schauen erst später

In den ersten Monaten trägst du dein Baby mit dem Gesicht zu dir. Das International Hip Dysplasia Institute hält das besonders in den ersten sechs Lebensmonaten für günstiger für die Hüfte. Das Österreichische Hebammengremium rät, kleine Babys Bauch an Bauch zu tragen, weil der Blick nach vorne sie mit Reizen überfluten kann. Ob deine Trage später eine Position mit Blick nach vorne vorsieht und ab wann, steht in der Anleitung.

Tragen nach Kaiserschnitt und im Wochenbett

Schwangerschaft und Geburt beanspruchen Beckenboden und Bauchmuskeln stark, schreibt das österreichische Gesundheitsportal. Nach einem Kaiserschnitt oder grösseren Geburtsverletzungen kann eine längere Schonung nötig sein. Laut familienplanung.de zeigt dir deine Hebamme oder Physiotherapeutin, wie du dein Baby beckenbodenschonend hochnimmst und trägst.

  • Zuerst trägt die zweite Person: Das Österreichische Hebammengremium empfiehlt, dass im Wochenbett zunächst der Vater trägt, um die Mutter zu entlasten.
  • Narbe schonen: Drückt der Hüftgurt auf die Kaiserschnittnarbe, frag deine Hebamme, wie du die Trage anders einstellen kannst.
  • Auf deinen Körper hören: Spürst du Schmerzen oder Druck im Becken, hör auf und sprich mit deiner Hebamme.

Gut zu wissen

Ab wann und wie lange Tragen nach der Geburt für dich passt, ist sehr individuell. Frag deine Hebamme, die Mütter- und Väterberatung oder deine Ärztin, besonders nach einem Kaiserschnitt.

Mutter trägt ihr Baby in der LIINI Babytrage, die M-Position der Beine ist eingezeichnet
Bauch an Bauch, Beine im M, Gesicht frei

Häufige Fragen

Ab wann darf ein Baby in die Babytrage?

Ab Geburt, wenn die Trage für das Gewicht deines Babys zugelassen ist und sich klein genug einstellen lässt. Die LIINI® Babytrage ist laut Hersteller ab 3.5 kg geeignet. Tragen ohne verstellbaren Steg oder Neugeboreneneinsatz nutzt du laut BVKJ erst, wenn dein Kind allein sitzen kann. Bei Frühgeborenen oder Babys mit Atemproblemen sprichst du vorher mit deiner Kinderärztin.

Wie lange darf ich mein Neugeborenes am Stück tragen?

Eine feste Höchstdauer gibt es nicht. Entscheidend ist, dass dein Baby richtig sitzt und frei atmet. Zum Trinken und Wickeln nimmst du es ohnehin regelmässig heraus. Wirkt es unruhig oder schwitzt es, mach eine Pause.

Ab wann darf mein Baby in der Trage nach vorne schauen?

Erst später. Laut International Hip Dysplasia Institute ist die Blickrichtung zu dir besonders in den ersten sechs Monaten günstiger für die Hüfte. Ob und ab wann deine Trage den Blick nach vorne erlaubt, steht in der Anleitung.

Darf mein Baby in der Trage schlafen?

Viele Babys schlafen in der Trage ein. Dann prüfst du besonders oft, ob das Kinn frei ist und Mund und Nase nicht bedeckt sind. Für längere Schlafphasen legst du dein Baby in sein Bettchen.

Ist Tragen gut für die Hüfte meines Babys?

In der richtigen Haltung ja. Laut DGOU fördert die Anhock-Spreiz-Haltung beim Tragen eine gesunde Entwicklung der Babyhüfte. Wichtig sind angewinkelte Beine, gestützte Oberschenkel und ein leicht gerundeter Rücken. Hat dein Baby eine Hüftauffälligkeit, besprich das Tragen mit deiner Kinderärztin.

Babytrage oder Tragetuch: Was ist für Neugeborene besser?

Beides kann ab Geburt passen, wenn dein Baby richtig sitzt. Ein Tragetuch lässt sich sehr fein anpassen, braucht aber Übung. Eine Babytrage legst du schneller an. Den ausführlichen Vergleich findest du im Ratgeber Babytrage oder Tragetuch?.

Quellen

  1. Baby slings and carriers, The Lullaby Trust
  2. Safe babywearing: choosing and using baby carriers, slings and backpacks, Raising Children Network
  3. Baby Carriers: Backpacks, Front Packs & Slings, HealthyChildren.org, American Academy of Pediatrics (AAP)
  4. Tragehilfen: der «natürlichste» Babytransport – die Risiken kennen (KinderPraxis 4/16), Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
  5. Anhock-Spreizstellung beim Tragen fördert gesunde Entwicklung der Babyhüfte, Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)
  6. Baby Wearing, International Hip Dysplasia Institute
  7. Das Revival des Tragens – warum du dein Baby tragen solltest, Österreichisches Hebammengremium
  8. Wochenbett (Puerperium), gesundheit.gv.at, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs
  9. Beckenboden, familienplanung.de, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
  10. Wie lange darf mein Baby pro Tag in eine Tragehilfe?, Expertenforum Hebamme (Martina Höfel), rund-ums-baby.de
  11. Infant Deaths Prompt CPSC Warning About Sling Carriers for Babies, U.S. Consumer Product Safety Commission (CPSC)
  12. Grundlagen für sicheres Tragen, Mütter- und Väterberatung Kanton Bern
  13. EN 13209-2 Baby carriers – Safety requirements and test methods – Part 2: Soft carrier, CEN (Katalog iTeh Standards)
0